reise2007


 Schlesienfahrt  2007  

 

 

 

 

Unter dem bewährten Team mit Ulli Knobloch und Michael Feucht vom TTK DJONATHAN startete am 25.5.2007 abends ab Neuss ein voll besetzter Bus in Richtung Schlesien. Nach einem heftigen Gewitter bei Gießen und Fahrerwechsel bei Erfurt, wo Olli, der bewährte Busfahrer der letzten Schlesienreisen das Steuer übernahm, erreichten wir die Grenze Ludwigsdorf bei Görlitz, die wir ohne große Kontrolle passierten.

Das Navigationssystem in Form eines blauen PKW’s, gesteuert von Herrn Theisen, führte uns in die „Tippelstadt“ Bunzlau zum Frühstück mit anschließendem Rundgang durch die Stadt und weiter nach Löwenberg zur Besichtigung der ältesten Privatbrauerei der Welt,

gegr. 1209. Am Nachmittag erreichten wir unser Hotel Park Plaza in Breslau, zentral gelegen zwischen Dominsel und Universität. Am nächsten Tag war das Kloster Trebnitz mit dem Grab der Hl. Hedwig, der Schutzpatronin Schlesiens, das Ziel. In der Odermetropole Breslau erlebten wir eine geführte Stadtrundfahrt mit dem Besuch der Jahrhunderthalle. Heute präsentiert sich Breslau als moderne Stadt mit internationalem Flair und ein Abend am Ring in den gepflegten Straßencafes ist schon ein Erlebnis.

 

Es war Pfingstmontag, die Breslauer eilten zur Arbeit, und wir fuhren nach Schweidnitz zur Besichtigung der barocken Friedenskirche, Weltkulturerbe seit 2001. Am frühen Nachmittag erreichten wir dann Oberschlesien, die Gemeinde Tarnau mit dem Ortsteil Schulenburg/Walidrogi,  und hier im großen Garten von Oswald und Waltraud Salla – unser Bus setzte rückwärts auf das Grundstück - erwartete uns eine Kaffeetafel mit echtem schlesischen Mohnkuchen. Die mit TTK - Djonathan befreundete Jugendtanzgruppe WAL-NAK zeigte anschließend im Garten ihr Können.

Hier rund um den St. Annaberg beeindruckten die sauberen Dörfer und der rotblühende Klatschmohn am Straßenrand und  auf Feldern.

Das Touristik-Erholungs-u.Rehabilitationszentrum Sebastianeum Silesiacum der Caritas der Oppelner Diözese, Nachbar von Schloss Gross Stein, war für die beiden nächsten Tage  das Domizil der Gruppe. Von hier aus ging es mit der engagierten Eva vorbei an Gleiwitz, Beuthen, Königshütte und Hindenburg nach Krakau zur Besichtigung des Wawel, der Königsburg der polnischen Könige, die hier in der Schlosskirche gekrönt und auch beigesetzt wurden. Der Innenhof des Schlosses ist eine imposante gewaltige Anlage mit Laubengängen. Die Stadt war anlässlich des 750-jährigen Jubiläums zum Magdeburger Stadtrecht festlich beflaggt. Der Ring – der größte in Europa – mit den mächtigen Tuchhallen und der Marienkirche mit dem berühmten Altar von Veit Stoß war das nächste Ziel.

Am nächsten Tag begleitete uns Eva über St. Annaberg, Leschnitz, Raschowa, Kandrzin-Cosel zum im Umbau und Renovierung befindlichen Schloss Rauden, als Seminarzentrum zur Diözese Gleiwitz gehörend. In Ratibor besichtigten wir – bei etwas Nieselregen, dem einzigen Regentag auf der Reise – die Mariensäule und die Marienkirche. Über den Grenzübergang Zauditz gelangten wir nach Tschechien ins Hultschiner Ländchen nach Deutsch Krawarn und waren hier zu Besuch beim Deutschen Freundschaftskreis im dortigen Schloss, wo er für seine Arbeit eine Heimatstube hat. Das Schloss wurde einst vom Großvater Joseph Freiherr von Eichendorff erbaut und sein Vater dort geboren und ist heute Eigentum der Stadt Deutsch Krawarn. Herr Kostritza berichtete über die Arbeit des DFK und lud zu Kaffee und Kuchen im Schlosshof. Zurück in Gross Stein erfreute der Chor aus Oderwinkel mit deutschen Liedern aus Volkstum und Klassik.

 

 

Am Donnerstag hieß es von Oberschlesien Abschied zu nehmen und zur Kaffeezeit erreichten wir das Schloss Lomnitz im Hirschberger Tal, wo uns eine Multi – Media - Show die Geschichte des Schlosses erzählte. Am frühen Abend gelangten wir an den letzten Standort unserer Reise, den östlichsten Punkt Deutschlands – die Neißestadt Görlitz im niederschlesischen Oberlausitzkreis.

 

In einem urigen Restaurant am Görlitzer Obermarkt wurden wir unter anderem mit „Schlesischem Himmelreich“ verwöhnt. Am nächsten Morgen unternahmen wir eine begleitete, ausgedehnte Stadtrundfahrt mit Bus und später zu Fuß durch die Stadt mit den hervorragend renovierten Bauten der Gründer- und Renaissancezeit. Das älteste Haus der Renaissancezeit in Deutschland, der Schönhof, beherbergt heute das Schlesische Museum, dem am Nachmittag der freien Verfügung mehrere Reiseteilnehmer einen Besuch abstatteten.

Der Höhepunkt war hier der Abend in der Kunstmühle Ludwigsdorf mit Tanz und Musik und Vorträgen des Müllers.

Inzwischen hatte sich unser stets umsichtige Busfahrer Oliver  verabschiedet und Thomas, der uns auf der Hinfahrt bis Erfurt begleitet hatte, übernahm nun mit sicherer Hand das Steuer. Am Samstag war es etwas kühler, ganz angenehm nach den heißen Tagen. Nach der Kofferverladung, Mittagspause in der Raststätte „Thüringer Tor Süd“ und Rast bei Herborn erreichten wir gegen 19.30 Uhr wohlbehalten -angetan mit vielen schönen Erinnerungen und Erlebnissen - das rheinische Neuss.

Schlesien mit seinen reichen Kulturgütern wird immer wieder eine Reise mit diesem Team wert sein!

 

(geschrieben von Helga Fietz)

 

Bilderbericht

 

Schlesierfahrt 07 Breslau Schlesierfahrt 07 Schweidnitz Friedenskirche

 

 

 

Schlesierfahrt 07 Blick auf den Wavel, Krakau Schlesierfahrt 07 Gruppenaufnahme im Hultschiner Ländchen

 

 

                                                                                            

 

 

 

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